Installationsoptionen

Syncwerk Server aus dem Debian Repository installieren.

Der Installer richtet das signierte Syncwerk-APT-Repository ein, installiert das Admin-Paket und führt den produktionsfähigen Setup-Pfad für Debian 13 Trixie aus. Für Produktivsysteme ist --channel stable der Standard.

Unterstützte Systeme

Der Bootstrap ist für klare, reproduzierbare Debian-Serverinstallationen ausgelegt.

Voraussetzungen

  • Debian 13 Trixie
  • Architektur amd64
  • root oder sudo
  • systemd
  • Netzwerkzugriff auf deb.syncwerk.de

Installer-Aktionen

Das Script installiert den Repository-Key nach /etc/apt/keyrings/, prüft den Fingerprint, setzt die APT-Quelle mit signed-by, installiert syncwerk-server-admin und führt das lokale Setup aus.

Sicherheitsmodell

Es werden keine Repository-Quellen mit trusted=yes eingerichtet. Initiale Admin-Zugangsdaten werden nur lokal auf dem Server gespeichert.

Quick Start

Geeignet für frische Testsysteme und einfache produktive Neuinstallationen, wenn das Script direkt ausgeführt werden darf.

curl -fsSL https://deb.syncwerk.de/install/syncwerk-server.sh | bash -s -- --channel stable

Empfohlene geprüfte Installation

Für produktionsnahe Systeme: Script herunterladen, Hash prüfen, Inhalt lesen und danach ausführen.

curl -fsSL https://deb.syncwerk.de/install/syncwerk-server.sh -o syncwerk-server-install.sh
curl -fsSL https://deb.syncwerk.de/install/syncwerk-server.sh.sha256 -o syncwerk-server-install.sh.sha256
sha256sum -c syncwerk-server-install.sh.sha256
less syncwerk-server-install.sh
bash syncwerk-server-install.sh --channel stable

Optional: nginx-Name und Let's Encrypt

Für HTTP-01 muss der DNS-Name bereits auf den Server zeigen und Port 80 erreichbar sein. Ohne --letsencrypt bleibt die lokal bereitgestellte TLS-Konfiguration aktiv.

curl -fsSL https://deb.syncwerk.de/install/syncwerk-server.sh | bash -s -- \
  --channel stable \
  --domain syncwerk.example.org \
  --letsencrypt \
  --email admin@example.org

Was das Script tut

Der Installer führt nachvollziehbare Systemänderungen aus und protokolliert nach /var/log/syncwerk/bootstrap-installer.log.

Aktionen

  • OS, Architektur, APT, systemd und Netzwerk prüfen
  • Repository-Key installieren und Fingerprint prüfen
  • APT-Quelle für den gewählten Kanal einrichten
  • nginx installieren, Konfiguration prüfen und neu laden
  • apt update und Paketinstallation ausführen
  • initialen Admin anlegen, wenn /etc/syncwerk/admin.txt fehlt
  • optional Let's Encrypt per --letsencrypt anfordern
  • Paket-, nginx- und Service-Status anzeigen

Nicht enthalten

  • keine interaktive Passwortabfrage
  • kein automatisches Einspielen einer Lizenz
  • kein Let's Encrypt ohne explizites --letsencrypt
  • keine DNS-Änderungen und keine Firewall-Freischaltungen
  • kein Löschen fremder Daten
  • kein Entfernen fremder Repositories
  • keine Nutzung von apt-key oder trusted=yes

Optionen

Die wichtigsten Schalter für Neuinstallation, Testläufe und TLS-Konfiguration.

OptionBedeutung
--channel stable|testing|unstableRepository-Kanal wählen. Für produktive Installationen stable verwenden; testing und unstable sind Vorab- beziehungsweise Entwicklungskanäle.
--suite trixieDebian-Suite. Aktuell wird nur Trixie akzeptiert.
--yesBei vorhandenen Syncwerk-Quellen oder Paketen nicht interaktiv bestätigen.
--dry-runAktionen anzeigen, ohne Systemänderungen vorzunehmen.
--no-startPakete installieren, Service aber nicht starten.
--create-adminInitialen Admin anlegen, wenn /etc/syncwerk/admin.txt fehlt. Default, außer bei --no-start.
--no-create-adminInitiale Admin-Erzeugung überspringen.
--server-name <name>nginx-server_name setzen. Mehrere Namen mit Anführungszeichen übergeben.
--skip-nginxnginx-Installation und -Prüfung überspringen. Für normale Serverinstallationen nicht empfohlen.
--no-nginx-reloadnginx-Konfiguration testen, aber nginx nicht neu laden oder starten.
--letsencryptNach der nginx-Einrichtung ein Let's-Encrypt-Zertifikat anfordern. Erfordert --domain.
--domain <fqdn>Öffentlicher DNS-Name für nginx und Let's-Encrypt-Validierung.
--email <address>Kontaktadresse für Let's-Encrypt-Registrierung und Ablaufhinweise.
--letsencrypt-stagingLet's-Encrypt-Staging-CA verwenden.
--letsencrypt-dry-runLet's-Encrypt-Erneuerungsfluss testen, ohne das aktive Zertifikat zu ersetzen.
--package <name>Alternatives Paket installieren. Default: syncwerk-server-admin.
--helpHilfe anzeigen.

Repository manuell einbinden

Alternative zum Installer, wenn APT-Quelle und Paketinstallation manuell kontrolliert werden sollen.

sudo install -d -m 0755 /etc/apt/keyrings
curl -fsSL https://deb.syncwerk.de/keys/syncwerk-archive-key.asc -o /tmp/syncwerk-archive-key.asc
gpg --show-keys --with-fingerprint /tmp/syncwerk-archive-key.asc
sudo gpg --dearmor --yes -o /etc/apt/keyrings/syncwerk-archive-keyring.gpg /tmp/syncwerk-archive-key.asc
sudo chmod 0644 /etc/apt/keyrings/syncwerk-archive-keyring.gpg
printf '%s\n' 'deb [arch=amd64 signed-by=/etc/apt/keyrings/syncwerk-archive-keyring.gpg] https://deb.syncwerk.de/syncwerk-server trixie-stable main non-free' | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/syncwerk-server.list
sudo apt update
sudo apt install syncwerk-server-admin

Erwarteter Fingerprint: A2CF F83F 2E29 9853 AE57 BB05 0269 7A88 9816 77E8

Nach der Installation

Diese Befehle liefern den schnellen Betriebsstatus nach Installation oder Upgrade.

systemctl status syncwerk-server
systemctl status nginx
nginx -t
dpkg -l '*syncwerk*'
syncwerk-server version
sudo cat /etc/syncwerk/admin.txt
ls -lah /var/log/syncwerk/

Fehlerbehebung

Die meisten Installationsfehler lassen sich über APT-Quelle, Keyring, nginx-Test und Systemlogs eindeutig eingrenzen.

  • apt update Fehler: Distribution, DNS, HTTPS und Systemzeit prüfen.
  • Keyring fehlt: Datei unter /etc/apt/keyrings/syncwerk-archive-keyring.gpg prüfen.
  • Falsche Debian-Version: nur Debian 13 Trixie wird unterstützt.
  • Falsche Architektur: aktuell nur amd64.
  • nginx-Konfiguration fehlerhaft: nginx -t und /etc/nginx/conf.d/syncwerk.conf prüfen.
  • Paket nicht gefunden: APT-Quelle und Channel trixie-stable prüfen.
  • Service startet nicht: journalctl -u syncwerk-server und Logs unter /var/log/syncwerk/ prüfen.
  • Let's Encrypt schlägt fehl: DNS, Port 80, server_name und ACME-Challenge-Pfad prüfen.
  • Installer bricht bei vorhandener Quelle ab: vorhandene Datei prüfen oder mit --yes bestätigen.

Rückbau

Das Entfernen der APT-Quelle löscht keine Syncwerk-Daten. Paketentfernung oder Purge kann Daten- oder Konfigurationsverlust bedeuten und muss vorher gesichert werden.

sudo mv /etc/apt/sources.list.d/syncwerk-server.list /etc/apt/sources.list.d/syncwerk-server.list.disabled
sudo apt update
# Optional nach Backup und Datenprüfung:
# sudo apt remove syncwerk-server-admin